Die Woche im Markt

Die vergangene Woche hat erneut bewiesen, warum Angst bei der Geldanlage ein schlechter Ratgeber ist.
Die Woche im Markt lässt sich in zwei Charts und einem Wort zusammenfassen: Erleichterung.
Diese Erleichterung kam nicht unerwartet. Der Markt ging schon seit einer Weile davon aus, dass sich Donald Trump keinen längeren Krieg leisten kann. Der Iran-Krieg ist in den USA sehr unpopulär. Schlimmer aber noch: Er treibt die Preise an den Zapfsäulen – und die Amerikaner sind darüber erbost.
Hier kommt der erste Chart der Woche. Es ist der für das Öl:

Der Preis für ein Barrel ging um 13,4% zurück. Ein längerer Krieg gegen den Iran hätte zu Ölpreisen von 150 bis 200 Dollar geführt. Und das konnte sich Donald Trump politisch nicht leisten.
Der zweite Chart zeigt den S&P 500:

Die Woche brachte dem Index einen Sprung um 3,6 Prozent nach oben. Bis zu neuen Allzeithochs sind es jetzt nur noch 200 Punkte. Dafür braucht es nur ein Plus von rund 3 Prozent. Mehr nicht.
Im Zuge der Krise angesichts des Krieges am Golf (es war, anders als die Medien es oft erklärten, der vierte Goldkrieg) sind die Panik-Indikatoren wieder einmal heftig angesprungen. Das betrifft den Fear&Greed Index, aber auch viele andere Umfragen. Einige erreichten Werte, die so seit der Finanzkrise von 2008/09 nicht mehr gesehen wurden. Panik also.
Panik - auch privat. Eine Bekannte hat sich, zusammen mit ihrem Mann, mit großen Vorräten an Wasserflaschen versorgt, um im Kriegsfall längere Zeit im Keller ausharren zu können. Wir haben fassungslos den Kopf geschüttelt.
Wir vertreten den Realismus
Wer diese Panik genutzt hat, um Aktien zu kaufen, hat Nerven bewiesen und Realismus gezeigt. Immer wenn die Stimmung bei Privatanlegerinnen und -anlegern am Boden ist, sind Aktien im Sonderangebot zu haben. Die Medien berichten dann vom schlimmsten Fall – und der tritt nun mal in aller Regel nicht ein.
Angst war auch in dieser Krise (die noch nicht zu Ende ist) ein weiteres Mal ein sehr schlechter Ratgeber. Und ein sehr guter Kontra-Indikator.
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